
Warum ich diesen Weg gehe
Es gibt Momente im Leben, die alles verändern.
Für mich war das die Diagnose eines Gehirntumors.
Von einem Tag auf den anderen war nichts mehr selbstverständlich. Sprechen, laufen, denken, den Alltag bewältigen – plötzlich musste ich Dinge neu lernen, die vorher einfach da waren.
Heute weiß ich:
Ich habe ein zweites Leben geschenkt bekommen.
Und so schwer dieser Weg auch war – ich würde ihn heute nicht mehr zurückdrehen.
Denn ohne ihn gäbe es PTW nicht.
Auf meinem Weg zurück waren die Pferde weit mehr als ein Hobby. Sie waren meine ehrlichsten Lehrmeister. Sie haben mir jeden Tag gezeigt, was wirklich da war. Keine Ausreden. Kein Verstecken. Kein Funktionieren.
Sie haben mich gelehrt, wieder im Moment zu sein, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen und Schritt für Schritt Vertrauen zurückzugewinnen.
Aus diesen Erfahrungen ist über viele Jahre etwas entstanden, das ich heute leben darf.
Ich habe mich zum FN-Trainer Reiten und in mehreren zertifizierten Coaching-Ausbildungen weitergebildet. Nicht, weil ich eine Methode gesucht habe, sondern weil ich verstanden habe, welche Kraft in diesem Erfahrungslernen steckt und wie ich sie verantwortungsvoll weitergeben kann.
Heute begleite ich Veteranen und einsatzgeschädigte Einsatzkräfte.
Nicht, weil ich ihren Einsatz erlebt habe.
Sondern weil ich weiß, wie es ist, wenn das Leben plötzlich ein anderes wird.
Ich kenne die Ohnmacht.
Ich kenne die Zweifel.
Ich kenne den langen Weg zurück.
Und ich weiß, dass Entwicklung möglich ist.
Deshalb begegne ich den Menschen nicht mit fertigen Antworten, sondern auf Augenhöhe.
PTW ist für mich kein Beruf.
PTW ist das, was aus meinem zweiten Leben entstanden ist.
Und genau deshalb glaube ich mit jeder Faser daran, dass aus den schwersten Erfahrungen etwas wachsen kann, das wir uns vorher niemals hätten vorstellen können.
